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Solidarität mit der Ukraine

Flucht aus der Ukraine: Zugang zum Arbeitsmarkt

Diese Informationen gibt es auch auf: Ukrainisch | українська | Russisch | русский

Zugang zum Arbeitsmarkt

Personen mit Anspruch auf vorübergehenden Schutz sollten eine angestellte oder selbstständige Erwerbstätigkeit ausüben bzw. eine Berufsausbildung absolvieren können und in den Mitgliedstaaten in puncto Bezahlung und sonstige Bedingungen gleich behandelt werden. 

Maßnahmen der Kommission: 

  • Die Kommission hilft Menschen aus der Ukraine beim Erwerb der für den EU-Arbeitsmarkt erforderlichen Kompetenzen. Die Förderung kann aus der Kohäsionspolitik und der neuen Kohäsionsmaßnahme für Flüchtlinge in Europa (CARE) sowie aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds erfolgen. Hierzu zählen auch Sprachkurse, Beratungen oder Erstausbildungen. 
  • Sprach- und grundlegende digitale Kompetenzen können auch mithilfe der Kompetenzpakt-Netzwerke zwischen regionalen Behörden, Bildungseinrichtungen und nichtstaatlichen Ukraine-Hilfsorganisationen gefördert werden. 
  • Als Service für Arbeitssuchende und Studierende bietet die Kommission das EU-Instrument zur Erstellung von Kompetenzprofilen für Drittstaatsangehörige jetzt auch auf Ukrainisch an. 
  • Die Kommission hat eine Empfehlung veröffentlicht, um die Anerkennung ukrainischer Hochschul- und Berufsabschlüsse zu erleichtern. Arbeitgeber/innen und Ausbildungseinrichtungen sollen die Kompetenzen der in der EU ankommenden Ukrainer/innen so besser einschätzen können. 
  • Die Europäische Stiftung für Berufsbildung unterstützt die Behörden der EU, der Mitgliedstaaten und der Ukraine beim Abgleich des ukrainischen Qualifikationsrahmens mit dem Europäischen Qualifikationsrahmen. Eine Website hilft Ukrainerinnen und Ukrainern bei der Anerkennung ihrer Qualifikationen und bei der Vermittlung von Dolmetschdiensten. 
  • Den öffentlichen Arbeitsverwaltungen kommt in der aktiven Arbeitsmarktpolitik die Aufgabe zu, die Kompetenzen der Neuankömmlinge zu nutzen und sie dem Arbeitsmarkt zuzuführen. 
  • Die Kommission plant auch einen Online-Talentpool für Ukraine-Vertriebene, der einen Abgleich der Qualifikationen mit den Stellenangeboten ermöglicht.

EU-Talentpool

Die Kommission hat einen webbasierten EU-Talentpool eingerichtet, um Menschen, die vor der russischen Invasion der Ukraine fliehen, dabei zu helfen, einen Arbeitsplatz in der EU zu finden.

Der EU-Talentpool ist auf Englisch, Ukrainisch und Russisch verfügbar. Das Pilotprojekt wird über das EURES-Portal umgesetzt. Es bringt nationale Arbeitsverwaltungen, private Arbeitsvermittlungen und Arbeitgeber aus der gesamten EU zusammen. Mehr als 3 Millionen Stellenangebote von 4000 Arbeitgebern sind derzeit auf EURES verfügbar. Andere Arbeitgeber, die sich ebenfalls beteiligen möchten, sind willkommen.

Der EU-Talentpool steht allen Arbeitssuchenden offen, die im Rahmen der EU-Richtlinie über vorübergehenden Schutz einen entsprechenden Status genießen oder nach nationalem Recht Anspruch auf angemessenen Schutz und eine Arbeitserlaubnis haben.

Nach der Registrierung können die Nutzer/innen mithilfe des Tools ihre Kompetenzen bilanzieren und ihre Lebensläufe hochladen. Diese sind für Arbeitsämter in allen teilnehmenden Ländern sowie registrierte Arbeitgeber in allen Ländern, die Teil des europäischen Kooperationsnetzes der Arbeitsvermittlungen (EURES) sind, sichtbar. Die Arbeitssuchenden können auch selbst die Stellenangebote auf EURES durchsuchen.

EU-Talentpool